thank god, it’s friday!
Wie vielleicht einige wissen, arbeite ich noch im Auftrag eines der größten Versicherer Deutschlands im technischen Support. Noch, denn meine Tage sind gezählt, da ich nicht damit einverstanden war, den Erhalt meines Arbeitsplatzes mit finanziellen Einbußen zu sichern. Inzwischen bin ich aber ganz froh, dass die Sache zu Ende geht, denn für eine Weiterbeschäftigung wäre inzwischen ein saftiges Schmerzensgeld nötig oder ich muss mit massiven psychischen Störungen rechnen.
Ich muss zugeben, dass ich vielleicht nicht allzuviel Erfahrung in der Arbeitsweise in großen Konzernen habe, aber was hier in der letzten Zeit abgeht, geht langsam in Richtung Sabotage.
Wenn für Softwareupdates Betaphasen von 3 Tagen! und sofort anschließender Massenauslieferung geplant sind, muss man von einer extrem naiven Vorstellung von Softwareentwicklung oder aber absoluter Unfähigkeit der Verantwortlichen ausgehen. Da werden in einem ITIL-zertifiziertem Unternehmen produktive Server auftragsgemäß abgebaut und der Support versucht stundenlang einen Verantwortlichen zu erreichen, damit der Server wieder an Netz geht. Abteilungen werden eingestampft, deren Tätigkeiten sollen andere übernehmen, ohne dass dafür entsprechende Kapazitäten geschaffen werden. Die Liste derartiger Vorfälle ist lang und täglich kommen neue hinzu.
Als Ansprechpartner für die Kunden werde ich natürlich persönlich für die Probleme verantwortlich gemacht! Nun, das gehört zum Job. Auf Dauer nervt es aber gewaltig, wenn der Kunde verwertbare Informationen erwartet, man selber nicht informiert wird. Ich darf mir dann selber Erklärungen aus den Fingern saugen, auf die Gefahr hin, wegen nichtauthorisierter Aussagen abgemahnt zu werden.
thank god, it’s friday!



